Gastbeitrag: Das Känguru-Manifest

 

Inhalt:

 

 

Das Känguru ist kritisch, zynisch, unbequem. Und so legt es seine Tatze direkt in die blutenden Wunden von Gesellschaft und Politik. Am liebsten schimpft es über den Kapitalismus und Ämter, doch auch Nazis, Jugendliche und Eintrittspreise bleiben nicht verschont. Wenn Marc-Uwe Kling, Autor, Mitbewohner und Arbeitgeber des Beuteltiers, mit selbigem durch die Stadt läuft, kann es passieren, dass er ganz schnell wegrennen muss, ein Praktikum bei Nazis sucht oder sich auf seltsamen Zusammenkünften der Bundeswehr wiederfindet. Mit dem Känguru wird es nicht langweilig, so viel steht fest.

 

 

Achtung:

 

Diese Rezension zum zweiten Teil der grandiosen Känguru-Chroniken ist nicht von mir, sondern vom neuen Blogger und kreativen Schreiberling Elias alias Captain Books.

Ich freue mich sehr über unseren ersten Austausch in Form eines gegenseitigen Gastbeitrags. Vergesst nicht, auch auf seiner Seite vorbeizuschauen. Dort findet ihr nicht nur weitere Rezensionen von Captain Books, sondern auch von ihm selbst verfasste Geschichten und nützliche Tips zum kreativen schreiben.

Meinen für ihn verfassten Artikel findet ihr dort natürlich auch. Den Link zu meiner Rezension von Sabaa Tahirs "Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken" findet ihr hier.

Fazit:

 

Ich habe noch nie so einen begnadeten Kleinkünstler wie Marc-Uwe-Kling erlebt. Er hat einfach mit dem Känguru-Manifest etwas Einmaliges geschaffen. Es ist derbe witzig, völlig absurd und absolut toll geschrieben. Gerade für lange Reisen ein sehr geeignetes Buch.

 

 

Marc-Uwe Kling und das Känguru haben einen fantastischen Humor, der einen immer wieder dazu zwingt das Buch vor Lachen zu unterbrechen. Nicht nur die falsch zugeordneten Zitate sorgen für Lacher, sondern auch das Korrigieren falscher Graffitis von Sprayern sorgt für heitere Unterhaltung.

 

Ebenso war ich sehr erfreut, dass Marc-Uwe Kling es geschafft hat, mit seinem zweiten Band an den Ersten nahtlos anzuknüpfen. Marc-Uwe und das Känguru erleben allen möglichen Wahnsinn im Alltag, Konfrontationen mit Nazis, eine eigene Anti-Terror-Bewegung und natürlich der Kampf des Kängurus gegen seinen Antagonisten, den Pinguin!

 

 

Es gibt nur eine Sache, die ich noch mehr empfehlen kann als das Buch. Und zwar ist das das Hörbuch dazu. Ich habe selbst zuerst alle Hörbücher gehört und anschließend die schriftliche Version dazu gelesen. Marc-Uwe Kling liest das Buch mit einer sehr angebrachten Betonung vor, die einem nie wieder aus dem Kopf geht.

 

 

Insgesamt ist das Buch für die ganze Familie geeignet. Angefangen beim kleinen Kind bis hin zur alten Oma. Satirische Unterhaltung, die sich definitiv lohnt. Für mich ist das Buch eine willkommene Abwechslung zu all den Krimis und Thriller.

 

 

Von mir erhält dieses Buch 5 von 5 Sternen.

 

 

Kommentar:

 

 

Marc-Uwe Kling singt Lieder und erzählt Geschichten. Sein Geschäftsmodell ist es, kapitalismuskritische Bücher zu schreiben, die sich total gut verkaufen. Seine Känguru-Geschichten wurden 2010 mit dem Deutschen Radiopreis und 2013 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

 


 

Erschienen: 19.08.2011

Ungekürzt

Laufzeit: 5 Std. 15 Min.

Verlag: HörbuchHamburg HHV GmbH

 

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